Expertenchat April 2009
Expertenchat im April 2009
Am 22.04.2009 fand ein Chat statt mit Dr. Ulrich Hase
zum Thema "Selbsthilfegruppen"
Ulrich Hase ist Jurist und promovierter Hörgeschädigtenpädagoge. Selbst von Kindheit an hochgradig hörgeschädigt, engagiert er sich seit über 30 Jahren auf verschiedenen Ebenen der Selbsthilfe für behinderte, vor allem für hörgeschädigte Menschen.
Die Liste seiner Aktivitäten ist lang: Er war unter anderem maßgeblich am Aufbau des Hörbehindertenzentrums Münster mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderte Studenten und Absolventen beteiligt, Bundesvorstandsmitglied des Deutschen Schwerhörigenbundes, 10 Jahre lang Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes und Bundesvorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte.
Seit fast 20 Jahren engagiert er sich für die Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten - Selbsthilfe und Fachverbände, der 23 Bundesorganisationen mit über 60.000 Mitgliedern angehören und deren Vorsitzender er ist. Beruflich ist Ulrich Hase Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung beim Präsidenten des Landtages Schleswig-Holstein. Auch hier setzt er sich für Menschen mit Behinderung ein.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat sich Ulrich Hase umfassend in den Bereichen Beratung, Kommunikationstherapie, Mediation und Moderation weitergebildet.
Er verfügt durch seinen ehrenamtlichen und beruflichen Werdegang über profunde Kenntnisse der Selbsthilfearbeit von und für hörgeschädigten Menschen.
Chat - Protokoll
Moderator: Ich begrüße Dr. Ulrich Hase ganz herzlich und die Teilnehmer, die schon online sind. Bitte beachten Sie, dass dieser Chat moderiert wird. Ihre Beiträge werden also erst nach einem Check dem Experten zugeleitet. Bei hoher Beteiligung kann es etwas länger dauern bis Ihre Frage beantwortet wird. Ich wünsche einen regen Meinungsaustausch und nun kann es losgehen.
Gundo: Hallo, ich hätte gleich einen Hammer!
Moderator: na, dann mal los!
Dr. Ulrich Hase: Mir fehlt der Nagel...
Gundo: Vor zwei Jahren wurde ich aus einer Selbsthilfegruppe mit ca. 10 Leuten ausgeschlossen.
Dr. Ulrich Hase: Das tut mir sehr leid. Ich kenne allerdings die Hintergründe nicht. Deshalb verstehe bitte, dass ich deine Frage hier nicht beantworten kann. Dass jemand aus einer Selbsthilfegruppe ausgeschlossen wird, ist mir bisher noch nie mitgeteilt worden. Da bist du der Erste.
Julia: Was macht die Selbsthilfe so attraktiv?
Dr. Ulrich Hase: Hallo Julia, Selbsthilfe erlebe ich aus zwei Gründen als attraktiv. 1. Es hat den Sinn einer Gruppe, die den Menschen gegenseitigen Rückhalt geben kann und auch Erfahrungsaustausch geben kann. Und 2. Es geht um politische Interessenvertretung.
Julia: Worin unterscheiden sich Vereine von Selbsthilfegruppen?
Dr. Ulrich Hase: Vereine sind eher Organisationen, die sich nach dem BGB aufbauen. Also als eingetragener Verein, der auf Beständigkeit ausgerichtet ist. Selbsthilfegruppen sind hier eher ungebunden und können auch nur auf kurze Zeit gebildet werden.
Julia: Wie kommt es, dass es so unterschiedliche Gruppen unter Hörgeschädigten gibt?
Dr. Ulrich Hase: Das hat in erster Linie mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen zu tun. Z.B. sind Selbsthilfegruppen der Gehörlosen auf den Austausch in Gebärdensprache gerichtet, während Schwerhörige und Ertaubte den lautsprachlichen Austausch bevorzugen.
Olli: Wie sieht es mit der Kommunikation zwischen Schwerhörigen und Gehörlosen aus?
Dr. Ulrich Hase: Hierzu habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Es gibt meine Meinung nach auch viele Schwerhörige, die die Gebärdensprache gelernt haben und sich deshalb unter Gehörlosen wohl fühlen.
Olli: Wie kommt es, dass es manchmal nicht so einfach ist?
Dr. Ulrich Hase: Ich denke genau dies hat mit der Unterschiedlichkeit der Bedürfnisse und Vorstellungen zu tun. Zu Schwierigkeiten kommt es insbesondere dann, wenn Menschen diese Unterschiedlichkeit nicht akzeptieren können oder auch dann, wenn es uns an Toleranz fehlt.
Gundo: Ich war etwas überengagiert und wollte weitere Zusammenkünfte veranstalten. Daraus erfolgte ein Ausschlussantrag eines Mitglieds.
Dr. Ulrich Hase: Vielleicht kann ich dir helfen, allerdings nicht hier im Chat. Geh bitte auf die Homepage der Deutschen Gesellschaft und sende mir eine Mail, in der du deine Situation schilderst. http://www.deutsche-gesellschaft.de.Ich werde dir antworten.
Julia: Selbsthilfe kann sich als politische Interessenvertretung verstehen? Setzt das keine Professionalisierung voraus?
Dr. Ulrich Hase: Ja natürlich kann sich Selbsthilfe auch als Interessenvertretung verstehen. Immer dann, wenn du für eine Gruppe von Menschen in den politischen Raum hineinsprechen kannst, hast du automatisch mehr Einfluss. Interessenvertretung setzt keine Professionalisierung, sondern im Sinne von Demokratie eine gemeinsame Meinungsbildung voraus.
claire: In welcher Art Verein oder Selbsthilfegruppe ist Dir das passiert, Gundo
Julia: Vereine setzten einen Vorstand voraus, dass Gerede wollen viele aber nicht, daher kommt es auch stärker zu Selbsthilfegruppen
Dr. Ulrich Hase: Ja, den Eindruck habe ich auch. Dies gilt insbesondere für junge Menschen. Immer mehr Menschen wollen projektbezogen "ohne Vereinsmeierei" aktiv sein. Und das ist tatsächlich mitunter in Selbsthilfegruppen leichter.
Olli: Meinen Sie, dass die Gruppe der Hörgeschädigten nicht sehr heterogen ist, was gerade eine Bündelung der Interessen von Hörgeschädigten so schwierig macht?
Dr. Ulrich Hase: Ja Olli, das sehe ich genau so wie Sie. Interessenvertretung für hörgeschädigte Menschen setzt in besonderer Weise voraus, dass man sich auf gemeinsame Nenner einigt. Und dies ist möglich, obwohl Bedürfnisse unterschiedlich sein können. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man diese unterschiedlichen Bedürfnisse nicht in Frage stellt.
Julia: Wie ist Ihr Verständnis von Inklusion besetzt?
08:03Dr. Ulrich Hase: Julia, Sie stellen eine sehr schwere Frage, vor allen Dingen, weil ich nur kurz antworten soll.
Julia: Stimmt, meine Fragen sind nicht sehr einfach... aber das Thema brennt mir einfach unter den Nägeln...
Dr. Ulrich Hase: Zunächst einmal begrüße ich Inklusion als einen Prozess, bei dem es nicht zum Ausschluss von Minderheiten kommen soll. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig und setzt vor allen Dingen weitgehend Barrierefreiheit voraus. Wenn allerdings Inklusion bedeutet, dass die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung nicht in der notwendigen Form Berücksichtigung findet, dann finde ich Inklusion problematisch.
Gundo: An Claire: Darf man im Chat konkret werden, also Vereinsnamen nennen?
Moderator: Vielleicht ist es besser ihr tauscht eure Emails aus
Caroline: Kommunikation ist ein zentrales Element für Hörgeschädigte, woran liegt es, dass sie sich dem oft nicht stellen wollen? Können Selbsthilfegruppen eine gute Anlaufstelle sein?
Dr. Ulrich Hase: Sich stellen im Sinne von offen mit der eigenen Hörschädigung umgehen? Ja, auch das erlebe ich ähnlich. Dahinter steckt die Angst, stigmatisiert zu werden und wegen Hörschädigung ausgegrenzt zu werden. Die Erkenntnis, dass gerade das offene Umgehen mit der Hörschädigung notwendig ist, um einen solchen Ausschluss zu vermeiden, kann in besonderer Weise in Selbsthilfegruppen über die Identifikation mit anderen Hörgeschädigten gefördert werden.
Berni: Hi Uli. Welcher Kostenträger kommt z.B. für die Dolmetscherkosten in Frage, wenn ein Gehörloser einer hörenden Selbsthilfegruppe beitreten möchte?
Dr. Ulrich Hase: Gar keiner. Für diesen Fall gibt es in allen Sozialgesetzbüchern keine Rechtsgrundlage. Allerdings finde ich deine Idee sehr interessant.
Caroline: Ist es nicht schade, dass gerade die Vielfalt unter den Hörgeschädigten nicht als Reichtum gesehen wird?
Dr. Ulrich Hase: Ja genau. Das sehe ich auch genau so. Ich persönlich habe diese Vielfalt als sehr interessant und bereichernd erlebt.
Gundo: Ja, das kann ich machen. Es gibt einen Schriftverkehr zu diesen Vorgängen. Ich könnte dir Dokumente im PDF-Format zukommen lassen!?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Mach das. Ich gucke gerne drüber und versuche, mir eine Meinung zu bilden.
IngFörster: Bekomme ich keine Antwort auf meine Frage?
Moderator: doch, ganz sicher noch, es dauert nur etwas, es sind noch drei Fragen davor
Julia: Meinen Sie, dass Verbände wie die DCIG und der DSB eine Zukunft haben im Zeitalter von Regelschulen, wo die Rekrutierung über die Schwerhörigenschulen gerade nicht mehr gegeben ist?
Dr. Ulrich Hase: Zunächst mal eine sehr wichtige Frage, die die grundsätzliche Problematik der zukünftigen Ausrichtung der Hörgeschädigtenverbände deutlich macht. Gerade auch durch die Entwicklung von Inklusion stellt sich diese Frage mehr denn je. Diese Verbände haben mit Sicherheit eine Zukunft, solange Menschen mit Hörschädigung ein besonderes Bedürfnis haben, sich in Gruppen ungehindert austauschen zu können und ihre politischen Interessen vertreten wissen möchten. Ich denke, dass sich unsere Verbände in Zukunft neuen Forderungen stellen müssen.
Julia: Wie sieht die Kommunikation mit Verbänden aus, die nicht die Interessen der Hörgeschädigten vertreten, ich habe den Eindruck, sie kommunizieren nur unter sich, sehen Sie das ähnlich?
Dr. Ulrich Hase: Die Frage verstehe ich nicht ganz. Welche Verbände meinen Sie genau?
IngFörster: Herr Hase, ich bin 53 Jahre alt, spät ertaubt und mit einer gehörlosen Frau verheiratet. Ihretwegen habe ich Gebärdenkurse besucht. Nun stelle ich fest, dass man mit Gebärden doch nicht viel sagen kann. Können Sie mir einen Rat geben?
Dr. Ulrich Hase: Die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Ich selbst benutze die Gebärdensprache auch und ich erlebe sie in ihrer Ausdrucksvielfalt immer wieder bereichernd. Ich frage mich, ob Sie vielleicht noch weitere Gebärdensprachkurse oder Angebote wahrnehmen sollten, denn Gebärdensprache erfordert wie eine Fremdsprache auch Zeit des Erlernens und der Verwendung.
Moderator: es sind 14 User online
Violetta: Können Sie uns erklären, was Inklusion überhaupt ist?
Dr. Ulrich Hase: Inklusion ist in der Behindertenpädagogik und Soziologie schon seit längerem ein bekannter Begriff. Durch die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung ist dieser Begriff wieder neu belebt worden. Er meint: Menschen, egal welcher Minderheit sie angehören, sollen von Anfang an in der Gesellschaft dabei sein und gar nicht erst ausgeschlossen werden. Auf diese Weise soll eine Integration unnötig werden. Dieser Denkansatz schließt eben Sondereinrichtungen für Menschen mit Behinderung, auch Sonderschulen bzw. Förderzentren aus und setzt von Anfang an darauf, dass Menschen mit Behinderung gemeinsam mit anderen Menschen beschult werden und leben.
Julia: Selbsthilfegruppen sind flexibler?
Dr. Ulrich Hase: Sie haben eine erhöhte Chance, flexibler zu sein. Sie müssen es aber nicht sein.
Caroline: Könnte man sagen, "quo vadis" Vereine - die Zukunft gehört den Selbsthilfegruppen - da sie ohne Vereinsmeierei auskommen? Zumal professioneller arbeiten können?
Dr. Ulrich Hase: Nein, meiner Meinung nach nicht. Ich halte die Zusammenarbeit von Selbsthilfegruppen und Vereinen für sehr wichtig und setze auf neue Ideen und Inspirationen durch Selbsthilfegruppen bei gleichzeitiger Beständigkeit und Stärke in der Interessenvertretung als juristische Person durch Vereine.
Julia: Haben Sie sich schon immer für Politik interessiert?
Dr. Ulrich Hase: Ja tatsächlich. Für mich ist Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung und Politik untrennbar. Wenn ich mich für hörgeschädigte Menschen einsetzen will, muss ich in der Politik einen Überblick haben.
Olli: Also, Selbsthilfegruppen können im Unterschied zu Ärzten und Beratungsstellen besser ohne Stigma auskommen?
Dr. Ulrich Hase: Frage verstehe ich nicht.
Julia: Sie müssen aber ein Vollblutpolitiker sein, der sich die Sache der Hörgeschädigten auf die Fahne geschrieben hat. Das erfordert auch Motivation und Antrieb?
Dr. Ulrich Hase: Ja sicherlich. Aber auch Freude daran. Und vor allem das Gefühl, dass einem andere hörgeschädigte Menschen sehr viel Mut und Rückhalt gegeben haben, wovon man gerne, was man kann, zurückgibt.
Julia: Trotz des Zeitalters der Regelschulen, sind Anlaufstellen gefragt, wie kommt es, dass sie sich dennoch unter Gleichgesinnten treffen wollen. Ist die Andersartigkeit doch zu abstrakt für Außenstehende?
Dr. Ulrich Hase: Ich habe vorhin schon gesagt, dass auch Inklusion Gefahren birgt. Der Ansatz: Es ist normal, verschieden zu sein als Grundlage von Inklusion ist ja nett, wenn es um gesellschaftliche Akzeptanz geht. Wenn aber "es ist normal, verschieden zu sein" dazu führt, dass man so normal ist, dass man nicht mehr verschieden sein darf und entsprechende Hilfen braucht, spätestens dann muss Integration neu erfunden werden.
Julia: Ich habe den Eindruck, dass z.B. DGB, DSB und DCIG wenig Verbindung haben mit dem Deutschen Blinden- und Seh-Behindertenverband haben...
Dr. Ulrich Hase: Ja, das ist richtig. Aber die Zusammenarbeit der Behindertenverbände insgesamt ist schon in den letzten 20 Jahren deutlich besser geworden, insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Hörgeschädigtenverbände in der Deutschen Gesellschaft.
Moderator: es stehen viele Fragen zur Beantwortung an, bitte etwas Geduld...
Olli: Ist die Erweiterung der Menschenrechtskonvention vom Nov 2006, wo die Belange der Menschen mit Behinderungen mit aufgenommen worden sind, etwas Wegweisendes?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Ich sehe das so. Vor allen Dingen finde ich es gut, dass die UN-Konvention zwar auf Inklusion setzt, gleichzeitig aber auch, z.B. in Artikel 24 der UN-Konvention, die Wichtigkeit von behinderten Lehrern der Gebärdensprache oder auch der Brailleschrift als wesentlich herausarbeitet. Das heißt, die UN-Konvention setzt auf Inklusion, baut aber gleichzeitig auch gegen die von mir genannten Gefahren. Gleichzeitig beinhaltet die UN-Konvention erhebliche neue Rechte von Menschen mit Behinderung in der Bundespolitik und Landespolitik.
Berni: Gibt es so etwas wie eine Liste oder ein Verzeichnis der Hörgeschädigten-Selbsthilfegruppen?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Natürlich kennen wir nicht alle Selbsthilfegruppen, gerade weil sich diese nicht so sehr an formalen Verbandsgeschehen orientieren. Aber z.B. in der Hörgeschädigtenarbeit gibt es auch einen speziellen Bundesverband der Selbsthilfegruppen. Schau doch bitte auf die Homepage der Deutschen Gesellschaft: http://www.deutsche-gesellschaft.de unter "DG-Verbände".
Gundo: Ich melde mich ab. Werde mein Anliegen per Mail mit Herrn Hase korrespondieren. Tschüss!
Caroline: Haben Sie vielleicht eine Erklärung, weshalb die Kommunikation zwischen den Medizinern aus dem HNO Bereich und den Pädagogen vor allem aus dem Bereich Gehörlosenpädagogik so schlecht interdisziplinär läuft? Welche Auswirkungen hat das auf die Beratung?
Dr. Ulrich Hase: Ja Caroline, das ist ein hochinteressantes Thema, zu dem ich mich sehr über wesentlich mehr Zeit hier im Chat freuen würde. Ich denke, dass hat in erster Linie mit den unterschiedlichen Leitbildern der beruflichen Arbeit zu tun. Während Ärzte größten Wert darauf legen, körperliche Einschränkungen im Fokus zu haben, zu verringern bzw. zu beseitigen, haben Pädagogen eher eine ganzheitliche Sicht, die die Akzeptanz der jeweiligen Benachteiligung mit einschließt. Hier eröffnen sich so unterschiedliche Wahrnehmungen, dass tatsächlich mitunter eine interdisziplinäre Arbeit schwierig wird. Wir haben übrigens diese unterschiedlichen Ansätze nicht nur in dem Gegensatz Ärzte - Lehrer, ich erlebe dies auch ganz konkret in den Gruppen und Verbänden unserer Hörgeschädigten.
Julia: Die Inklusion ist also von der Sache her kein neuer Begriff?
Dr. Ulrich Hase: Nein überhaupt nicht. Inklusion war bisher eher ein wissenschaftlich geprägter Begriff, der in der konkreten Verbandsarbeit oder Politik keine Bedeutung hatte. Aber eigentlich hat Bundespräsident von Weizsäcker vor mehr als10 Jahren mit seinem Satz "es ist normal verschieden zu sein" die Grundlage von Inklusion beschrieben.
claire: Ich bin der Meinung, dass auch in Selbsthilfegruppen vereinsgemeiert wird.
Dr. Ulrich Hase: Ja. Natürlich kann das auch passieren. Und ich kenne auch eingetragene Vereine, die ich überhaupt nicht als Vereinsmeierei erlebe.
IngFörster: Ich habe alle Kurse besucht, die es gibt. Dabei habe ich festgestellt: Es gibt für viele Begriffe gar keine Gebärden.
Dr. Ulrich Hase: Ja, auch das ist keine Beobachtung, die ich teilen kann. Vielleicht liegt hier ein falsches Verständnis von Gebärdensprache vor. Auch in anderen Sprachen lassen sich nicht alle Worte 1 zu 1 umsetzen. Für bestimmte Worte im Deutschen gibt es in der Gebärdensprache ganze Sätze als Übersetzung, umgekehrt gibt es in der Gebärdensprache einzelne Gebärden, für deren Übersetzung es im Deutschen auch einen entsprechenden Satz braucht. Und das ist auch in anderen Sprachen so.
Olli: Wie verstehen sie sich? schwerhörig? Gehörlos? hörgeschädigt?
Dr. Ulrich Hase: Ich verstehe mich als hörgeschädigt, weil ich diesen Begriff als am Offensten erlebe. Medizinisch heißt es bei mir praktische Taubheit, was heißt: Ich höre zwar, aber die Diskriminierung von Sprache gelingt ohne Ablesen von den Lippen nicht. Vielleicht heißt es aber auch, dass ich theoretisch gut hörend bin?
Julia: Sie müssen aber eine Motivation bekommen haben, die Sie weitergebracht hat und vor allem auch die Erkenntnis, dass Sie zu sich stehen können.
Dr. Ulrich Hase: Zu dieser Erkenntnis hat mich übrigens die Gehörlosengemeinschaft gebracht. Zu etwas stehen kann man dann am Besten, wenn man daraus Freude ziehen kann. Und hiervon hatte ich eine ganze Menge im Kreis hörgeschädigter Menschen.
Gundo: Selbsthilfegruppen dienen in erster Linie der Verständigung und dem Erfahrungsaustausch speziell für Hörgeschädigte? Die Ausrichtung definiert sich in erster Linie durch die Interessen der Teilnehmer?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Das sehe ich schon so. Im Vordergrund muss stehen, was das Anliegen der Gruppe ist.
Olli: Wie haben Sie die Selbsthilfe erlebt?
Dr. Ulrich Hase: Überaus unterschiedlich. Über Vereinsmeierei und ödes Zusammensein bei wenig Rücksichtnahme auf Hörschädigung bis hin zu einem Erfahrungsaustausch und einer Unterstützung durch andere, die meine Lebensqualität erheblich verbessert haben. Ich denke es ist wichtig, auch Selbsthilfegruppen Zeit zu lassen, dass sie sich entwickeln und nicht sofort die Flinte ins Korn zu werfen.
Violetta: Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, in manche Gruppen reinzukommen. Da wird man als Neuer nicht akzeptiert. Muss jetzt jeder seine eigene Gruppe gründen?
Dr. Ulrich Hase: Wenn jeder eine Selbsthilfegruppe gründen würde, hätten wir bald in Deutschland 83 Millionen Selbsthilfegruppen. Leider ist es so, dass nicht jede Selbsthilfegruppe so arbeitet, wie wir es uns wünschen: Also offen gegenüber neuen Menschen, neuen Interessen... Sondern dazu neigt, wie es viele Menschen leider auch machen, sich vor Neuem abzuschotten.
Olli: Wie haben Sie mit Selbsthilfe angefangen? Was war Ihre Motivation?
Dr. Ulrich Hase: 1978 habe ich angefangen in Münster, in dem ich mit Freunden eine Gruppe hörgeschädigter Menschen aufgebaut habe. Meine Motivation war ganz konkret: Ich wollte endlich mit anderen Menschen sprechen können, ohne mich ständig als behindert zu erfahren.
Julia: Inklusion um jeden Preis ist gefährlich?
Dr. Ulrich Hase: Auf jeden Fall. Es kann zu Konsequenzen führen, die ich oben bereits angedeutet habe. Und da müssen wir aufpassen. Deshalb gibt es auch in der Deutschen Gesellschaft eine verbandsübergreifende Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt und Forderungen an die Politik erarbeitet.
Violetta: Also Inklusion kann doch nur mit Hilfen funktionieren. Oder sehen Sie das anders?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Ich sehe das genau so.
Julia: Würden Sie dem zustimmen können, dass die Verbände für die Belange der behinderten Menschen in den letzten 20 Jahren professioneller geworden sind? Könnte das ein Produkt der Selbsthilfe sein, ja, eine Errungenschaft?
Dr. Ulrich Hase: Ja, auch das sehe ich genau so. Ich habe tatsächlich insbesondere während meiner Zeit für den Deutschen Gehörlosen-Bund von Selbsthilfegruppen (sogenannten Kommunikationsforen) wichtige Impulse erlebt. Professionalisierung ist aber auch dadurch entstanden, dass immer mehr hörgeschädigte Menschen Berufe erwerben, wie z.B. Sozialarbeiter, Pädagogen, Psychologen, Betriebswirte, die automatisch Professionalisierung in die Gruppen der hörgeschädigten Menschen bringen.
IngFörster: Herr Hase, Sie haben in einem Interview gesagt, dass Sie lautsprachbegleitende Gebärden favorisieren. Warum sind die LBG nicht die Sprache der Gehörlosen?
Dr. Ulrich Hase: Ich selbst bin lautsprachlich aufgewachsen. Ich kann auch die Gebärdensprache. Und finde diese Sprache enorm vielfältig und aussagekräftig. Allerdings habe ich durch meine eigene persönliche Geschichte eine sehr enge Verbindung zur Lautsprache und dadurch kommt auch meine Nähe zu lautsprachbegleitenden Gebärden zustande. Im Gegensatz zur Lautsprache ist die Deutsche Gebärdensprache eine visuell ausgerichtete Sprache und hat deshalb selbstverständlich eine eigene, sich an Bildaufbau anlehnende Grammatik, die sich von der lautsprachlichen Grammatik unterscheidet, um visuell
logisch zu sein. Darum ist sie auch die natürliche Sprache der gehörlosen Menschen.
Olli: War es für Sie nicht schwierig, sich als hörgeschädigt zu outen?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Ich habe mich sehr schwer damit getan. Und gerade hier war es für mich hilfreich, im Kontakt mit anderen hörgeschädigten Menschen Rückhalt und Kraft zu bekommen, denn es war leichter, auf die Hörschädigung hinzuweisen, im Wissen, meine eigene Gemeinschaft zu haben, die mich nicht fallen lässt.
Caroline: Weswegen hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Konvention so schwer getan?
Dr. Ulrich Hase: Tatsächlich ist es in Deutschland so, dass Inhalte der UN-Konvention in vielen Bereichen bereits auf gesetzlicher Ebene umgesetzt sind.
Hier hatte sich die Bundesregierung in der Weise ausgedrückt, dass kein Handlungsbedarf bestünde, weil bereits das Meiste umgesetzt sei. Es ist jedoch aus meiner Sicht eher ein deutsches Problem, dass auf gesetzlicher Ebene vieles umgesetzt worden ist, diese Gesetze jedoch auf der ausführenden Ebene nicht entsprechend befolgt werden.
Moderator: Hallo, wir haben noch zehn Minuten und noch ca. 15 Fragen, bitte keine weiteren Fragen mehr...
ep68: Gehörlose haben ihre eigene Sprache, die Deutsche Gebärdensprache (DGS) und haben ihre eigene Kultur entwickelt.
Julia: Ist die Selbsthilfe ein Motor für die Behindertenpolitik in Deutschland geworden? Wie schätzen Sie jedoch Verbände wie die BAGS, DPWV, SOVDK ein... ich habe den Eindruck, sie übernehmen immer mehr das Sekretariat im Deutschen Behindertenrat, die kleinen Verbände scheinen unterzugehen, wie kommt das?
Dr. Ulrich Hase: Was Sie hier beschreiben, ist ein deutliches Argument für Vereine, die im politischem Raum für eine Willensbildung sorgen, die bis hin zum Deutschen Behindertenrat Positionierungen weitertransportiert. Die meisten kleineren Verbände sind z.B. in der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe organisiert, die z.Z. die Geschäftsführung im Deutschen Behindertenrat innehat. Mir ist eine Anmerkung wichtig: Die Unterscheidung zwischen Selbsthilfegruppen und Vereinen ist nicht so stringent, wie ich es hier zum Ausdruck bringe. Hier gibt es fließende Übergänge, m.E. gibt es durchaus Vereine, die wie Selbsthilfegruppen arbeiten und Selbsthilfegruppen, die durchstrukturiert sind und z.B. mit Vorstand arbeiten. Wichtig ist mir die Zusammenarbeit.
Julia: Richard von Weizsäcker ist also quasi der Wegbereiter des Paradigmenwechsels, der unter dem Slogan steht, nicht ohne uns über uns?!
Dr. Ulrich Hase: Nein. So aktiv war Richard von Weizsäcker in der Behindertenarbeit nicht, aber er hat mit seiner eigenen Persönlichkeit und in unterschiedlichen Interviews wesentliche Impulse gesetzt. In der Zeit, als ich im Deutschen Gehörlosen-Bund Präsident war, habe ich ihn persönlich kennengelernt und es fällt mir deshalb leicht, diesen Eindruck hier zu schildern.
Olli: Warum hat in den letzten 20 Jahren einen Trend weg von den Vereinen gegeben, der Mitgliederschwund findet wohl schon statt. Geht es den Betroffenen eventuell wohl doch zu gut?
Dr. Ulrich Hase: Vor rund 8 Jahren gab es eine Shell-Studie, in der insbesondere Tendenzen bei jungen Menschen erforscht worden sind. Dort wurde unabhängig von Behinderung festgestellt, dass junge Menschen sich nicht mehr gerne langfristig an starre Strukturen halten wollen, sondern projektbezogenes Arbeiten bevorzugen. Wie es z.B. auch in Selbsthilfegruppen möglich ist. Genauso geht es hier auch den hörgeschädigten Menschen. Das kann man so oder so sehen. Natürlich birgt das die Gefahr, dass eine nachhaltige Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung, die auf Zeit und langfristiges Einflussnehmen setzt, zu kurz gerät.
Caroline: Gibt es einen Unterschied zwischen Selbsthilfegruppen, die von Betroffenen ausgehen, und den Selbsthilfeverbänden, wo quasi Leute für etwas vertreten, aber selbst nicht direkt betroffen sind, z.B. Eltern oder Verwandte?
Dr. Ulrich Hase: Eine Gruppe von Menschen, die die Interessen anderer Menschen vertritt, ist keine Selbsthilfegruppe. Sie ist allenfalls eine Fördergruppe oder sie kann auch eine Interessenvertretung eigener beruflicher Interessen auf dem Rücken behinderter Menschen sein.
Julia: Aber das zueinanderfinden zur Selbsthilfe ist doch nicht so einfach? Sie müssen doch erstmal auf Gleichgesinnte treffen - es müsste doch gerade im Zeitalter des Internet einen enormen Schub gegeben haben, aber stattgefunden hat er nicht, oder?
Dr. Ulrich Hase: ich denke, dass der Austausch im Internet zwischen Menschen mit Behinderung deutlich zugenommen hat. Es gibt zahlreiche Chatrooms. Ob dies dazu führt, dass sich unmittelbare persönliche Kontakte reduzieren, kann ich nicht einschätzen.
Olli: Selbsthilfe kann auch Knochenarbeit bedeuten?
Dr. Ulrich Hase: Ja klar. Im übertragenen Sinne schon. Eine gut funktionierende Selbsthilfegruppe erfordert eine Gruppe von Menschen, die in der Lage ist, nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch die Interessen anderer im Blick zu behalten. Und sie erfordert eine gut funktionierende Kommunikation und Moderation. Dass dies eine Ausgangssituation ist, die sehr schwer zustande kommt, wissen wir alle. Deshalb ist Verständnis für Misslingen und das Bemühen besonders wichtig.
Olli: Vor allem für Leute, die ohnehin schon benachteiligt sind.
Dr. Ulrich Hase: Genau.
Olli: Können Selbsthilfegruppen auch einen Gruppenzwang ausüben?
Dr. Ulrich Hase: Ja. Gruppen bergen immer die Gefahr, dass man sich unter einem Anpassungsdruck fühlt und eigene Bedürfnisse zurückstellt. Deshalb ist es ja gerade so wichtig, dass jeder in einer Selbsthilfegruppe seinen individuellen Raum bekommt.
Olli: Haben Sie ein Hörgerät? Mich wundert immer, dass es keine Protestbewegung in Deutschland gibt? Sind die Schwerhörigen zu brav?
Dr. Ulrich Hase: Also, ich habe ein Hörgerät. Aber brav bin ich bestimmt nicht. Aber Spaß beiseite: Tatsächlich mache ich die Erfahrung, dass Menschen mit Behinderung "braver" sind als viele andere. Vielleicht gerade deshalb, weil die Angst vor Ausgrenzung und das Bemühen um Anpassung besonders geprägt sind.
Violetta: Was können wir machen, dass der Staat genügend Geld für die Hilfen zur Verfügung stellt? Haben Sie Tipps für die Selbsthilfegruppen?
Dr. Ulrich Hase: Eine ganz einfache Antwort: Willensbildung im Staat wird durch Politik gemacht. Politik wird durch Wählerstimmen ausgerichtet. Politischer Einfluss hängt von der Stärke der Organisationen der Menschen mit Behinderung ab. Selbsthilfegruppen sollten deshalb nicht isoliert arbeiten, sondern ihre Einbindung in große Organisationen suchen, mit denen sie zusammenarbeiten und die sie stärker in der politischen Arbeit machen. Wenn die politische Arbeit kraftvoll ist, dann ist Politik auch bereit, mehr Geld zu investieren.
Moderator: Bitte keine Fragen mehr...
Caroline: Zeigt nicht das Beispiel der Zuzahlungen, dass hörgeschädigte Menschen als Gruppe eher schwache Interessen vertreten, die sich schlecht organisieren lässt?
Dr. Ulrich Hase: Tatsächlich ist die Zuzahlung ausgesprochen hoch. Die Verbände der Hörgeschädigten, besonders der Deutsche Schwerhörigenbund, haben hier schon vieles unternommen. Vielleicht wären wir erfolgreicher, wenn wir zahlenmäßig deutlich stärker wären.
Violetta: Ist nicht Professionalisierung auch dadurch entstanden, dass wir heute viel besser kommunizieren können als vor 30 oder 40 Jahren?
Dr. Ulrich Hase: Das kann durchaus auch ein zusätzlicher Grund sein. Vor allen Dingen liegt es sicherlich auch daran, dass wir als Menschen mit Behinderung deutlich mehr als früher unsere eigenen Interessen selbst vertreten und uns nicht fremd bestimmen lassen.
Julia: Die Betroffenen haben sich selbst professionalisiert, indem Sie ein höheres geistiges Niveau erworben haben und so verstanden haben, sich selbst besser zu vertreten?
Dr. Ulrich Hase: Ein höheres geistiges Niveau würde ich nicht sagen. Aber es ist schon so, dass heute viele hörgeschädigte Menschen berufliche Qualifikationen haben, die für Professionalisierung speziell in der Arbeit für hörgeschädigte Menschen erforderlich sind. Und das unterstützt enorm.
Julia: Es war ein interessanter Chat mit Ihnen, habe viel gelernt heute, Danke nochmal für Ihre aussagekräftigen Antworten.
ep68: Hallo Uli, ich bin es, Stephan aus Bayern. Respekt! Ich ziehe meinem Hut vor dir ab.
Dr. Ulrich Hase: Hallo Stephan. Beim letzten Mal hattest du keine Hut auf. Aber trotzdem, wenn du mich sehen würdest, könntest du feststellen, dass ich gerade rot geworden bin.
ep68: Inzwischen ist Anerkennung der Gebärdensprache als eigene Sprache fortgeschritten. ... Nur etwa 10 % der Gehörlosen haben ihre Gehörlosigkeit ererbt. Stimmt es????
Dr. Ulrich Hase: Es sind noch weniger. Die letzte Zahl, die ich hierzu gelesen habe, waren 5%.
ep68: Uli, Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und. Gottes reichen Segen und viel Gesundheit.
ep68: Die Gehörlosen-Kultur sollte mehr an die Oberfläche in der hörenden Welt kommen, ... Haben wir unsere Visionen vergessen? Wir Gehörlosen fordern massiven Ausbau der Barrierefreiheit
Dr. Ulrich Hase: Inklusion bedeutet für mich natürlich auch, dass wir als hörgeschädigte Menschen insgesamt selbstverständlich mit unserer Hörschädigung im Kontakt zur hörenden Umwelt umgehen, ohne uns zu verstecken, offen in unseren Forderungen, aber auch in der Gewissheit unserer Gemeinschaft. Und dazu gehört eben, sich weiterhin für Barrierefreiheit einzusetzen, ohne die Inklusion eine Farce ist.
Janine: Ich hoffe, ich kann auch was anderes fragen: Ich würde gerne eine Ausbildung/Studium anfangen um mit Gehörlosen Menschen zu arbeiten. Wie und wo fange ich da am besten an??
Dr. Ulrich Hase: Janine, ich weiß zu wenig über deinen Hintergrund, ob du hörgeschädigt bist, welche Interessen du hast, welche schulischen Voraussetzungen du hast. Schreibe auch du mir über die Homepage. Ich antworte dir gern.
ep68: Hallo Uli, ich wünsche dir noch eine schöne Woche! Pfirti Gott, Stephan
Dr. Ulrich Hase: danke dafür
Violetta: Auch von mir ein Danke. Mir hat es heute auch sehr gefallen im Chat.
Moderator: Vielen Dank an Dr. Ulrich Hase für die Beantwortung der Fragen, Dank auch an die Frager für die rege und lebhafte Teilnahme. Das Chat-Protokoll steht in den nächsten Tagen an dieser Stelle zur Verfügung. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend. Der Chat wird jetzt geschlossen.
